Vertrieb von Bambusstämmen: Sekundärindustrien

Textilien

Da die Konsumenten den Bereichen Umwelt und Gesundheit zunehmend erhöhte Aufmerksamkeit schenken, steigt die Nachfrage nach grünen und ökologischen Textilien. Die Bambusfaser ist neben Baumwolle, Ramie, Wolle und Seide eine Naturfaser

Es gibt zwei in China entwickelte Methoden, Bambusfasern für Gewebe zu gewinnen. Die erste von ihnen funktioniert etwa wie die Verarbeitung von Flachs oder Hanf: die Stiele werden zerstampft und natürliche Enzyme bewirken, dass Fasern herausgekämmt werden können. Die zweite Methode ähnelt der Viskoseherstellung: Der Bambus wird zerkleinert und durch bestimmte chemische Mittel so aufbereitet, dass ein Faden entsteht. Bambusgewebe ist für seine Weichheit, sein starkes Absorptionsvermögen und seine antibakterielle Wirkung bekannt. Textilien aus Bambusfasern wie Unterwäsche, Strümpfe, T-Shirts, Handtücher, Kissen und Bettwäsche erfreuen sich zunehmender Beliebtheit

Hervorragende Charakteristika der Bambusfaser

  • Atmungsaktiv und temperaturausgleichend
  • Antibakterielle Wirkung
  • UV-Schutz

Atmungsaktiv und temperaturausgleichend

Die Bambusfasern sind einzigartig in ihrer Fähigkeit, atmungsaktiv zu sein und die Wärme zu regulieren. Die Molekularstruktur des Bambus ist stark porös und verfügt über so genannte Mikrolöcher. Dadurch wird der natürliche Luftaustausch gefördert, und es kann sehr schnell Feuchtigkeit aufgenommen und wieder abgegeben werden. Es entsteht kein Hitzestau, und das Kleidungsstück aus Bambusfasern trägt sich besonders in tropischem Klima oder Sommer besonders angenehm. Untersuchungen belegen, dass Bambustextilien zudem die Oberflächentemperatur der Haut um 1-2° C kühler halten als andere Gewebe.

Antibakterielle Wirkung

Die SGS (Société Générale de Surveillance S.A.), ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Inspektionen und des Testens, bestätigt, dass Bambusfasern effizienter Bakterien hemmen als Baumwolle. Der in Bambus enthaltende Chlorophyllin-Copper-Komplex hat zudem eine zuverlässige deodorisierende Wirkung.

UV-Schutz

Nach Untersuchungen durch das „Shanghai Institute of Physics“, Teil der „Chinese Academy of Sciences“, schützen Bambusfasern vor UV-Strahlungen, ohne Hautallergien zu verursachen. Tests ergaben, dass Stoffe aus Bambus nur 0,6‰ der UV-Strahlung durchlassen, während Baumwollgewebe einen über 417fachen Wert aufweisen.

Bambuskohle

Für die Produktion von Bambuskohle werden reife Bambusstämme eingesetzt. Der Bambus wird innerhalb von 30 Tagen trocken destilliert und unter völligem Luftentzug und Temperaturen von mehreren tausend Graden karbonisiert.

Bambuskohle dient dem Kochen, dem Absorbieren von Gerüchen und der Aufbereitung von Luft und Wasser. Zudem kann Bambuskohle Chlor in Trinkwasser neutralisieren und das Raumklima säubern und ionisieren.

Kunsthandwerk und Essstäbchen

Der Markt für Kunsthandwerk umfasst eine Vielzahl von Produktkategorien, einschließlich Haushaltswaren aus Holz, Textilien, Tonwaren, Holzarbeiten, Ornamente, Malereien und Souvenirartikel. Es handelt sich um einen stark fragmentierten Markt, der auf traditionellen Handelsbräuchen basiert.

Einweg-Essstäbchen sind in Ländern wie China, Japan, Süd-Korea, Taiwan, Hongkong, Singapur und Malaysia weit verbreitet. In der Regel werden Essstäbchen aus weißer Birke oder Bambus gefertigt und fast sämtlich in China produziert. Schätzungen zufolge werden täglich 123 Millionen Paare Essstäbchen verwendet und summiert sich somit auf einen jährlichen Gesamtverbrauch von 45 Milliarden Paaren.

Tourismus

Bambuswälder bergen eine hohe Ästhetik und sind Anziehungspunkt für Touristen. Unlängst hat sich ein Bambus-Tourismus in den Bereichen Besichtigungen, Ökologie, Kunsthandwerk und Folklore entwickelt. Ein Beispiel sind Floße aus Bambus, die seit tausenden von Jahren auf den Flüssen der schönen Gegend um das Wuyi-Gebirge fahren und nun eine beliebte Attraktion für Touristen darstellen.

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